Neue Informationen:

über Medi-China, dem ersten Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin des Kantons Basel-Land

Liebe Leserinnen und Leser,

am 23. Januar beginnt das Jahr des Drachen, Long Nian. Das Neujahr gilt als wichtigster Anlass im Jahresbrauchtum in China.  Nach dem traditionellen Lunisolar -(Mond-Sonne) Kalender fällt der Beginn des Neujahrsfestes auf den ersten Neumond zwischen dem 21. Januar und 21. Februar. Obwohl gesetzlich drei Feiertage vorgesehen sind, dauern die Festlichkeiten meist 15 Tage, bis sie mit dem Laternenfest enden. Rote Laternen gelten als Symbol für Glück (im umfassenden Sinne – nicht wie hierzulande, wo sie den Weg zu relativ kurzfristigem „Glück“ weisen). Da die chinesische Zeitrechnung offiziell im Jahr 2637 v.Chr. beginnt, fängt 2012 in China das Jahr 4649 an. Das Neujahrsfest wird mit viel Feuerwerk eröffnet, welches allerdings in Beijing innerhalb der 4. Ringstrasse wegen Brandgefahr verboten ist. Im Kreis der Familie wird viel gegessen, man opfert aber auch den Ahnen, die als Teil der Familie angesehen werden. Wenn es den Ahnen nicht gut geht, kann es der Familie nicht gut gehen. Ohne Herkunft keine Zukunft.

Zahlreiche Neujahrsbräuche sollen Glück bringen und Unglück fernhalten:

Man soll Fenster und Türen öffnen, um das Glück hereinzulassen, deshalb lässt man auch das Licht brennen, damit das Glück den Weg findet. Das Haus wird fein säuberlich geputzt, damit sich das Glück auch niederlassen kann. Man isst Süssigkeiten, um das neue Jahr zu versüssen. Umgekehrt bringt es Unglück, sich während der Festtage die Haare schneiden zu lassen, da das Wort „fa“ – nur anders betont, aber mit gleichem Schriftzeichen- sowohl Haare wie auch Wohlstand bedeutet - und den will man ja nicht wegschneiden. Sogar Bücher zu kaufen in dieser Zeit ist nicht empfehlenswert, da das Wort für Buch „shu“ (gleiche Betonung, anders geschrieben) auch Verlust bedeutet.

Der Drache kommt an fünfter Stelle im Tierkreis und ist nicht nur eines der stärksten chinesischen Glückssymbole, sondern repräsentiert wie kein anderes  Lebewesen die chinesische Kultur an sich. Im Westen wird mit dem Drachen heutzutage höchstens  noch ein böses Weib in Verbindung gebracht, im Mittelalter war er ein dämonisches Symbol des Teufels und musste von tapferen Rittern wie St.Georg zur Strecke gebracht werden. Ein Revival fanden Drachen in den Harry Potter Romanen und Fantasy Filmen  (beispielsweise Dragon Heart, wo Sean Connery dem Drachen seine James Bond-Stimme leiht). In der chinesischen Mythologie gehört der Drache, zusammen mit dem Phönix, der Schildkröte und dem löwenähnlichen Qilin zu den vier glücksbringenden Wesen. Er steht für langes Leben, Glück, Friedfertigkeit und das männliche Prinzip Yang. Seit der Qing Dynastie (1644) ist der Drache Symbol des Kaisers, der mit seinem Drachenantlitz in der Drachenrobe auf dem Drachenthron oder gar auf dem Drachenklo sitzt. Der Kaiser nennt sich Sohn des Himmels oder Sohn des Drachen, im übertragenen Sinne sind alle Chinesen Söhne (und Töchter) des Drachen. Das grösste Gebäude in der verbotenen Stadt, Tai He Dian, die Halle der höchsten Harmonie, der Thronsaal, ist mit nicht weniger als 13'844 Drachen ausgeschmückt. Das Aussehen der Drachen wird folgendermassen beschrieben: Der Kopf eines Kamels, die Augen eines Dämons, die Hörner eines Hirsches, Ohren eines Büffels, die Zähne eines Wolfs, der Körper einer Schlange mit Schuppen eines Karpfen und die Pranken eines Tigers versehen mit Adlerklauen. Der gelbe Drache mit fünf Klauen blieb ausschliesslich dem Kaiser vorbehalten. Hohe Beamte durften Roben mit vierklauigen Drachen tragen. Für gewöhnlich Sterbliche war das Tragen von Drachenmustern bei Todesstrafe verboten. Drachen können am Himmel fliegen oder in Wasser tauchen. Häufig werden sie zu zweit dargestellt, immer aber mit dem Attribut einer Perle oder Kugel, mit der sie spielen. Von den Daoisten  wurde sie „Perle der Unsterblichkeit“ genannt.

Nach der Feng Shui Lehre gilt der Standort eines Hauses als ideal, wenn im Osten der grüne Drache, im Norden die schwarze Schildkröte, im Westen der weisse Tiger und im Süden der rote Phönix als Landschaftsformation  vorhanden sind. In der darstellenden Kunst stellen Phönix und Drache jeweils die Kaiserin und den Kaiser dar, ein Motiv das häufig auf Fächern oder Qi Gong Kugeln zu sehen ist.

Den Menschen, die im Jahr des Drachen geboren wurden, sind folgende Charaktereigenschaften zugeschrieben: Es sind Autoritätspersonen, die eigenen Gesetzen folgen, die Grenzen unerträglich finden. Sie können begeistern und motivieren, sind hilfsbereit, können aber keine Hilfe annehmen. Sie gelten als gesund, langlebig, leicht erregbar, ungeduldig und aggressiv. Sie sind erfolgreich, zuverlässig, ehrlich und mutig. Sie gelten als Perfektionisten, verlangen das aber auch von anderen. Folgende Persönlichkeiten sind in einem Drachenjahr geboren:

Politiker wie Hosni Mubarak, Che Guevara oder Wladimir Putin, aber auch der Friedens-nobelpreisträger Martin Luther King. Musiker wie Frank Sinatra, John Lennon und Ringo Starr, Schauspieler wie Bruce Lee (mit chinesischem Namen Li Xiaolong, der kleine Drache) und Jacky Chan (Cheng Long) oder Kirk Douglas sowie Gina Lollobrigida sind im Zeichen des Drachen geboren. Auch Sportler wie Ronaldo oder Michael Ballack und Jürgen Klinsmann, aber auch Wladimir Klitschko, Maler wie Salvador Dali oder Andy Warhol. Dazu gehören noch der Schriftsteller Dan Brown und der Comedian Hape Kerkeling.

Eines der lehrreichsten Bücher, das ich über chinesische Medizin gelesen habe, heisst: „Who can ride the dragon’“, an exploration of the cultural roots of traditional chinese medicine. Von Zhang Yu Huan und Ken Rose, erschienen bei Paradigm Publications.  Einen ähnlichen Titel gibt es auf Deutsch im Knaur Verlag „Die Kunst, einen Drachen zu reiten“ von Bernhard Moestl, der einige Zeit im Shaolin Kloster verbracht hat. Der Untertitel sagt alles: Erfolg ist das Ergebnis Deines Denkens. Oder um es mit einem chinesischen Sprichwort zu sagen: Glück und Unglück kommen nicht von selber, sondern nur gerufen. In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein glückliches neues Jahr, oder wie die Chinesen sagen: Gongxifacai (Glückwunsch, Erfolg und Wohlstand)!


Über die Entwicklung des MEDI-CHINA Zentrums

MEDI-CHINA wurde 2005 von Dr.A.Wirz-Ridolfi gegründet. Das erste Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin im Kanton Baselland hat sich mittlerweile zu einer der renommiertesten Akupunktur-Institutionen der Schweiz entwickelt.

Dr.Wirz-Ridolfi betreibt Akupunktur seit mehr als 25 Jahren und gilt als einer der Pioniere, insbesondere der Ohrakupunktur und der Laserakupunktur. Als Schulmediziner und Inhaber des ASA-Fähigkeitsausweises darf er über die Grundversicherung (KVG) abrechnen. Er besitzt nicht nur das A-, B- und C- Diplom sondern auch das Dozentendiplom (D-Diplom) der Europäischen Akademie für Akupunktur (EATCM) in München, das in der ganzen Schweiz nur drei Ärzte vorweisen können. Durch seine weltweite Lehr-und Forschungstätigkeit ist gewährleistet, dass immer die neusten Methoden und Geräte zur Verfügung stehen.

Seit seiner schulmedizinischen Pensionierung als Chirurg im Sommer 2011 ist Dr. Wirz-Ridolfi ausschliesslich im MEDI-CHINA Zentrum tätig, unterstützt von seinen beiden qualifizierten  chinesischen Mitarbeitern Frau Xie (ausgesprochen Schié) und Herrn Hu.

Beide sind seit vielen Jahren in der Schweiz und sprechen ausgezeichnet Deutsch.

Dr.Wirz-Ridolfi spricht fliessend 5 Sprachen, und ist gegenwärtig daran, Chinesisch zu lernen. Siehe auch: Lebenslauf (Curriculum vitae) von Dr.Wirz-Ridolfi.


Über die politische Entwicklung der Akupunktur:

Nach erheblichen Widerständen zu Anfang nimmt die Akzeptanz der Akupunktur bei der Ärzteschaft und bei den Krankenkassen zu, nicht zuletzt dank den guten Behandlungsresultaten (auch bei vorher therapieresistenten Patienten) und den zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen. Wer heute noch behauptet, Akupunktur sei nicht wissenschaftlich, hat schlicht seine Hausaufgaben nicht gemacht. Die Zulassung einer Behandlungsmethode erfolgt beim BAG (Bundesamt für Gesundheit) nach den sogenannten WZW Kriterien. Zur Wissenschaftlichkeit gibt es Tausende von hochstehenden Publikationen (unter anderen von Prof.Litscher in Graz), die Zweckmässigkeit zeigt sich, wenn Patienten geholfen werden kann, welchen die Schulmedizin gesagt hat „damit müssen Sie halt leben“. Und die Wirtschaftlichkeit liegt auf der Hand, wenn man an die zahlreichen teuren Medikamente denkt, welche die Probleme vieler Patienten nicht wirklich lösen.


Die Traditionelle Chinesische Medizin –
ein Weg zu Ihrer Gesundheit?

Die durchschnittliche Lebenserwartung für eine chinesische Frau liegt bei 77 Jahren, beim Mann bei 73 Jahren. Und dies zu einem Preis von 23 US-Dollar pro Kopf für die Gesundheitsausgaben. Wenn man nun berücksichtigt, dass nur ein Bruchteil der 1,3 Milliarden Chinesen Zugang zu westlicher Medizin haben, darf das beachtliche Durchschnittsalter zu Recht dem Erfolg der kostengünstigen chinesischen Medizin zugeschrieben werden. Nicht nur wegen der Kostenentwicklung empfinden immer mehr Menschen im Westen ein Missbehagen gegenüber unserer Schulmedizin, die durchaus ihre spektakulären Erfolge vorzuweisen hat. Doch für die Befindlichkeitsstörungen des Alltages hat die Schulmedizin nur wenig zu bieten. Der Weg der Traditionellen Chinesische Medizin berücksichtigt den Gedanken der Prophylaxe, die Fragen der Energetik, der Lebensgestaltung auf eine ganzheitliche Weise und führt so oft zum Erfolg, wo der Schulmediziner mit seinem Latein am Ende ist.

Dr.med. Andreas Wirz-Ridolfi